Donnerstag, 30. April 2015

Die verflixten Glaubenssätze Teil 10

Achterbahnen sind gefährlich, oder auch: Raus aus der Komfortzone und rein ins Vergnügen

Die meisten kennen bestimmt den Europapark in Rust, den Skyline Park im Allgäu, oder andere nette Freizeitparks die eigentlich zum Genießen und Spaß haben gedacht sind.


Eigentlich…..stell dir vor, wir - also mein lieber Dieter, eine Handvoll von unseren Kids und meinereiner, stehen vor dieser Achterbahn. Du weist schon, diese bestimmte, die in der Anfahrt erst mal schön fies ganz steil nach oben geht. Jaaaa, genau diese, welche sich gerade vor deinem geistigen Auge entfaltet, die meine ich. Silverstar ist der Name.

So stehe ich noch ziemlich entspannt mit meiner Familie vor der Achterbahn und schüttele innerlich den Kopf, weil ich es überhaupt nicht verstehe, wieso jemand so blöd sein kann sich freiwillig dort hineinzusetzen.

Wenn man sich die Szenerie genauer betrachtet, fällt einem sofort ins Auge, dass die Kids mit den Papas fahren, weil die Papas halt müssen um cool und stark zu sein, dafür sind sie schließlich unter anderem da.  Oftmals leicht grünlich im Gesicht, aber sie tun es, damit die Mamas entspannt unten bleiben können. Die Mamas…genau, die stehen und gucken…

Nun ja, wir stehen, wir gucken….die Kids und mein lieber Dieter schreien begeistert : „Da müssen wir rein, alle in die erste Reihe!" Natürlich, was auch sonst, denke ich mir.

Ja, macht mal, gute Idee! Ich warte hier in meiner Komfortzone auf Euch und genieße den Tag, bin ja schließlich Mama und zu meiner Erholung da. Waahhh, Rechnung einmal wieder ohne meinen lieben Dieter gemacht. Der schaut mich an, lacht und sagt: „Du hast den totalen Schiss, sonst gar nix. Und Du willst Trainerin sein? Los, rein da – und außerdem weis ich, dass es Dir Spaß macht.
Also beweg Dich!“

Komfortzone ist schön und angenehm – Stretchingzone schon eine Herausforderung, raus aus dem alt gewohnten – und dann die Panikzone, juhhuuu.

Aschi, alias Marc- Andre
Na gut, dann halt rein in die Achterbahn, rechts neben mir sitzt mein nun nicht mehr lieber Dieter, links neben mir mein Stiefsohn Aschi, manchmal auch Marc-Andre genannt. Das Ding beginnt sich zu bewegen. Steil, gaaanz steil nach oben. Alle sind ruhig, denn es passiert ja noch nichts, es geht ja noch langsam nach oben. Alles ist ruhig bis auf eine Ausnahme - Eine Stimme tönt, und wie!

MEINE nämlich! Ich schreie – laut – wie eine Verrückte – es geht schließlich um mein Leben!

(Na gut, außerdem habe ich meine Nachbarn Aschi und Dieter geschlagen, kommentiert mein lieber Dieter gerade, nach rechts und nach links, mit dem Ellenbogen! Es ging ja wie gesagt, schließlich um mein Leben, da sind Ausnahmen erlaubt... Hmm, ist mir irgendwie immer noch ein bissi peinlich.)

Als die Achterbahn endlich am höchsten Punkt angekommen ist und es steil nach unten in die Loopings geht, schreien alle anderen – außer mir, denn ich konnte nicht mehr, weil kein Pieps mehr aus meiner Lunge durch meine Stimmbänder zu bekommen war...

Nun ja, dort bin ich heile mit einem bösen Blick nach rechts und links mit wackeligen Knien ausgestiegen, um die nächste Achterbahn zu bewältigen, die stand praktischerweise nicht weit entfernt, diese mit dem Pulsmesser, kennt jeder der schon im Europapark zu Besuch war, bestimmt... Natürlich bin ich auch da hinein, natürlich mit der höchsten Pulsfrequenz von Allen!

Mein verflixter Glaubenssatz: 
„ Die Achterbahnen (des Lebens) können ab und zu ganz schön gefährlich sein."

Aber, wenn ich im Leben zu oft NEIN sage, weil es in meiner Komfortzone so schön gemütlich zugeht, wenn ich mich nicht traue ab und zu über die rote Linie zu gehen, dann sage ich zu den Herausforderungen im Alltag vermutlich auch zu oft nein, lerne nie mein Potenzial wirklich kennen, mein Selbstwert und mich selbst.

Die aufregendsten Geschichten, die eindrücklichsten positivsten Emotionen kann ich aus Geschichten:

* vom Motorrad fahren erzählen – klar, dass ich selbst fahre!
* vom Feuerlaufen erzählen –klar, dass ich Trainerin bin
* vom Fallschirmspringen - auch mehr als 1 mal
* In Schluchten und von Bäumen springen
* von Projekten erzählen – wo ich einfach immer wieder JA sage und mich    darauf einlasse
* von Reisen erzählen - wo ich meine Träume und Wünsche verwirkliche.

Nein, ich bin nicht besonders mutig, ich habe viel Glück!
Denn ich habe Gott-sei-Dank, meinen lieben Dieter, der mich immer wieder auffordert meine Komfortzone zu verlassen um mich in das "Abenteuer Leben" einzulassen. Um zu vertrauen, zu leben und zu wachsen, mich zu freuen und von mir selbst begeistert zu sein.

Und vielleicht hast auch du so einen wertvollen Menschen in deinem Leben, der dich aus der Komfortzone raus stupst – direkt hin zu Dir selbst? Oder bist du sogar dieser Mensch selbst? In beiden Fällen Glückwunsch!

Die Angst vergeht und der Stolz, das Selbstvertrauen und der Mut bleiben, als SCHÖNE Erinnerung und Ressource bei uns. Die Komfortzone dehnt sich aus.

In diesem Sinne, am Samstag darf ich den Workshop für die „verflixten Glaubenssätze“ zelebrieren. Selbstredend, ich freue mich darauf!

Bis zu den nächsten „verflixten Glaubenssätzen“ eine schöne Zeit und

Herzlichste Grüße





Petra