Freitag, 17. April 2015

Verflixte Glaubenssätze Teil 9


So viele schöne Menschen um mich herum
Alles Yoga oder was?

Also… um mich herum die geballte Yoga und sonstige Fitness Energie. Wo? Am Mastertraining auf Rügen! Könnte auch sein, dass es am Einfluss von Irina und Valentin, werteste Trainerkollegen und Yoga Lehrern aus Berlin gelegen hat.

Geballte Schönheiten auf zwei Beinen auf dem Masterweg des Seins.

Schön, beweglich, grazil, lebendig, zentriert, liebenswert, fröhlich und sehr präsent in ihrer Persönlichkeit, da muss ein Nest gewesen sein. Oder das Gesetz der Resonanz konnte sich hier vollkommen entfalten…

Hilfe, Yoga verfolgt mich anscheinend immer wieder und hartnäckig – und ja, ich will natürlich auch so schön grazil sein (ok, spätestens hier liegt mein lieber Dieter lachend auf dem Boden) und bewegungsschön majestätisch, springlebendig und elegant gleichzeitig. Ich habe es in vollen Zügen genossen, 5 Tage lang diese schönen Menschen und Master/Innen erleben zu dürfen.

Aber: 
Ich habe es wirklich mit Yoga versucht. Logo, will ja schließlich auch schön sein, Frau hat ja auch ihren Stolz. Aber da gibt es eine Übung, ich nenne sie für mich den sterbenden Schwan….die Yoga Lehrer nennen sie den Sonnengruß. Wenn ich diese Übung sehe oder noch schlimmer mitmachen soll, bekomme ich am ganzen Körper Ausschlag – Stresspickel sozusagen – absolute Unluststimmung.

Wie bitte schön, soll ich denn alles gleichzeitig in den Griff bekommen? Einatmen- runter, ausatmen - hoch, Hocke, Bauch, Schulter, atmen rauf und runter, Hocke, liegen, stehen, Arme…..geht´s noch??? Kein Wunder, dass die Yogis bei dem ganzen geatme und hoch und nieder immer wieder so fit sind und nur so von Elan vor sich hin strotzen!

Und ich kann schon richtig viele Dinge auf einmal. Aber diesen sterbenden Schwan mit den ganzen Tücken und Atmung….puhhh!

Maren, Yoga Lehrerin, Masterin
 und vieles mehr!
Aber, wenn Yoga so schöne, harmonische, lachende und ausgeglichene Menschen hervorbringt – wie komme ich dort hin?!? Und irgendwie haben all die vielen Menschen die Freude sowie den Sinn und Zweck verstanden und verinnerlicht. Der Blitz der Erkenntnis versteckt sich für mich noch hinter einer dichten Wolke...

Denn sogar wir in unserem kleinen Städtchen haben ein Yoga Zentrum. Ich habe mir die Termine für den Anfängerkurs rausgesucht. Lust darauf habe ich noch keine, aber große Lust so schön zu sein wie unsere Yoga-Master/Innen schon sehr.

Vielleicht, ganz vielleicht, schleicht sich die Lust dazu doch noch ein. Allein die Hoffnung hält mich mal wieder aufrecht und den Spaß „mitreden“ zu können natürlich auch. Denn ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren.

Mein verflixter Glaubenssatz dazu?
Yoga zaubert schöne Menschen – ich warte auf die Muse der Begeisterung, weil Yoga macht schön, heißt mein neuer Glaubenssatz. Ich hab´s gesehen!

Wenn ich mir gerade vorstelle, dass unser Körper der Ausdruck von unseren bisher gelebten Glaubenssätzen diesbezüglich ist, wird mir einiges klar. Diese wunderbaren und ausdrucksstarken Yogis lieben ihren Körper. Hegen und pflegen ihn, freuen sich darüber und würdigen ihn und sich selbst.

Wer außer den Sportlern tut das denn noch?!? Wer nicht gerade so wahnsinnig dem Sport in welcher Art auch immer verfallen ist, dazu noch ein ausgeklügeltes Ernährungs- System hat, findet sich eh in keiner Zeitschrift oder sonstigem Schönheits-Angebot wieder.

Uns gibt es dann ja "eigentlich" gar nicht….!!   
Und wenn, dann mit einem richtig guten Selbstwert. Den habe ich natürlich, ist ja klar. Ein sehr gesundes Selbstbewusstsein dazu. Und ja, ich finde mich auch schön und schau mich gerne an. Aber bei der unten aufgeführten Übung überschlagen sich meine inneren Glaubenssätze vor Empörung und ich verpasse mir dabei eine mentale "Watschn" (Ohrfeige) nach der anderen.

…diese Übung dann doch lieber nach 5 intensiven Jahren mit Yoga???

Mach doch mal einen Test:
Stell dir vor, du sitzt oder stehst vor einem großen Spiegel.
Und entkleidest dich langsam, während du dich dabei im Spiegel betrachtest. Bis du letztendlich nackt vor dem Spiegel stehst. Betrachte dich dabei genau, jede Stelle
deines Körpers.

Ehrlich, wie denkst du über dich und deinen Körper?

Na?!? Und wunderst du dich über das Ergebnis, das da vor dir steht? Hop oder Top? Begeisterung oder Depression?

Unser Körper ist das Ergebnis unser Glaubenssätze. Der schuftet und arbeitet und ist immer für uns da. Wie gehen wir mit ihm um, um ihn zu unterstützen? Bodytalking gefällig? Also mein Körper macht eine Menge für mich. Ich für ihn? Mein schlechtes Gewissen meldet sich sofort an und hat Vorschläge zur Unterstützung parat.

Nummer 1? Na klar, da fällt mir Yoga zu ein. Weil du weist schon…schön, schlank, energievoll, präsent, Nahrungs Spezialisten…

Natürlich, dass das auch mit liebevoller Unterstützung von uns selbst möglich ist. Vielleicht ist es an der Zeit die „verflixten Glaubenssätze“ zu ändern, ein bisschen mehr ein Yogi zu werden.

-          Ich verwöhne meinen Körper durch Bewegung und Aufmerksamkeit.

-          Ich finde mich schön und nehme auch die Schönheit an meinem Körper wahr.

-          Was kann ich für meinen Körper tun und nicht nur er für mich?

-          Wieder vor den Spiegel und jeden Körperteil wahrnehmen.

-          Sich selber einfach schön finden, denn wir haben nur diesen einen Körper.

-          Denn innere Schönheit beginnt im inneren und dehnt sich aus.

-          Und da gibt es einiges mehr…

Klar also, dass man das Ganze umdrehen kann! Liebevoll mit und an sich arbeitend. Mit Freude und Zuwendung, Zuhören und Hinschauen, Besprechen und Pflegen. Was auf der einen Seite geht, geht auch auf der anderen.

Mein lieber Dieter würde jetzt zu sich selber sagen: Ich sehe einfach klasse aus, was für ein Body! Was für ein toller Typ! Dreht und wendet sich vor dem Spiegel und geht fröhlich vor sich hin pfeifend davon.

"Die schlimmste Erfahrung ist die der unerfüllten Sehnsucht!" (Pierre Frankh)

Am 2. Mai startet mein WORKSHOP in unserem Seminar-Zentrum in Niederaudorf, grob zwischen München und Salzburg gelegen. Es sind noch Plätze frei und ich freue mich über jeden der Lust hat, sich mit seinen verflixten Glaubenssätzen vergnüglich und mit Freude auseinanderzusetzen.

Bis zum nächsten Mal
Petra